Cisco UCS vs. HP BladeSystem

Vergleiche zwischen Cisco UCS Unified Computing System und HP Blade Center


HP und Cisco haben sich einmal mehr als Wettbewerber positioniert. Mit diesem Vergleich geben wir als Lieferant sowohl für Cisco UCS, als auch für HP BladeCenter Ihnen einen ersten, vereinfachten Überblick zu den Unterschieden in Struktur und Leistung.

Mit mehr als 5000 Großkunden hat sich Cisco innerhalb kürzester Zeit als Player im leistungsfokussierten Segment etabliert. Die Partnerschaften Cisco-Netapp und Cisco-VMWare sind nur zwei von vielen und strategisch außerordentlich bedeutsam.

Ein Preisvergleich am Beispiel einer 32 Blade Lösung mit 96 GB RAM zeigt einen Cisco Preisvorteil von 20% - zugunsten von Cisco! Attraktive Projekt- und Einführungspreise für den deutschsprachigen Raum dürften ein Übriges tun, um den Preis auch vor TCO attraktiv zu gestalten. Jetzt bei Cisco UCS einsteigen lohnt sich, denn die Technik ist ausgereift und integrale Komponenten wie Cisco Nexus sind – auch im HP BladeCenter Umfeld – weit verbreitet.

Die Implementierung beider Systeme – Cisco UCS und HP BladeCenter – ist mit Unterstützung qualifizierter Partner und einer guten Vorbereitung kein Problem. Zudem bieten beide Hersteller Intensivschulungen für Systemingenieure der Anwender an.

Cisco UCS wurde als optimierte Hosting Plattform für virtuelle Infrastrukturen neu entwickelt. Die HP Lösung ist als eine vom Administrator selbst einzurichtende Migrations- und Management-Plattform positioniert. HP baut exzellente Server, Cisco UCS hat jedoch bei den virtualisierten Datencentern (virtualized Datacenter - vDC) die Nase vorn.

 
Skalierbarkeit 14 Chassis (künftig wohl 40), 112 Blades – potenziell tausende von VMs. Bis zu 5 UCS Chassis in einem Rack. Insgesamt 1500 logische Server (oder bis zu 70VM Hosts, was weniger ist). Bis zu 4 CMS können kombiniert werden, um auf über 6000 logische Server zu kommen; Clustering und Information-Sharing nicht möglich. Serverprofile können nicht von einem CMS auf ein anderes übertragen werden, es sei denn, EVA wird mit HP IR wie logische Server auf beiden CMS genutzt. Bis zu 2 C7000 Chassis in einem Rack (wegen des hohen Energieverbauchs).
Redundanz Alle Komponenten sind redundant. Zentrales Management, Server haben keine Fehlertoleranz oder Clustering und kaum oder keine Redundanzen.
System Management Software erforderlich UCSM Onboard Administrator, Systems Insight Manager, Virtual Connect, Virtual Connect Enterprise Manager, Insight Dynamics VSE.
Beschränkungen der Architektur Cisco UCS braucht Cisco Server, CNAs und Geräteverbindungen für optimale Performance. Benötigt einen der folgenden HP ProLiant Blades: HP ProLiant BL260c, HP ProLiant BL460c, HP ProLiant BL465c, HP ProLiant BL490c, HP ProLiant BL495c, HP ProLiant BL680c oder HP ProLiant BL685c.
vNIC & vHBA Unterstützung 56 vNICs pro Server für je 2 Port Palo Adapter. LAN – Ethernet 32 x 10 GB Downlinks auf Server Ports mit 2 Flex-10 Modulen, jeder Server kann 8 FlexNICs haben. SAN – Fiber 16 X 8 GB 2/4/8GB selbststeuernde Server Ports.
Automatische Server Provisionierung Nur virtuell. Automatische physikalische Server Provisionierung benötigt Komponenten von Drittanbietern. Virtuell und physikalisch.
Speicherunterstützung Arbeitet mit den meisten großen Speicherherstellern zusammen, automatische Provisionierung ist möglich. Es wird aber eine Management-Software von Drittanbietern benötigt. Extrem enge Integration von EMC und NetApp. Automatische Speicherprovisionierung wird nur bei HP EVA und nur als Betaversion unterstützt. Ansonsten muss der Speicher manuell provisioniert werden.
Unified Fabric/Converged Network Ethernet und Glasfaser sind ohne zusätzliche Infrastruktur möglich. HP unterstützt die Konvergenz von Ethernet und Glasfaser derzeit in keinem Blade System. Flex Fabric wurde angekündigt und soll Konvergenz zwischen Ethernet & FC innerhalb eines HP Gehäuse schaffen, wird aber die Verkabelung innerhalb derer nicht vermeiden. Jedes Gehäuse benötigt 2 Ethernet und Glasfaser Virtual Connect Flex-10 Verbindungsmodule.
System Management Software Keine. Cisco nutzt XML API, über die jeder das gesamte Netzwerk steuern kann. Ionix von VMware ist ein Beispiel. Ja. HP Hardware und Software erforderlich.
Stateless Computing Ja. UCS Service Profile können alle Einstellungen des Servers und seiner Hardwarekonfiguration festhalten. Eingeschränke Möglichkeiten mit Virtual Connect, die Hardwarekonfiguration muss aber identisch sein. VC hat rollenbasierte Zugriffskontrollen, mit denen VS konfiguriert werden kann, ist das System aber Teil des Gesamtsystems, sind keine Änderungen mehr möglich.
liefert native Netzwerk-Leistung an VMs über hypervisoren Bypass Ja Nein
Netzwerktraffic-Monitoring und Anwendung von Live-Migrationsmöglichkeiten und Sicherheits-Policies Cisco VN-Link / Nexus 1000V Nein
Speicher 96GB Half Width Blade und 384GB Full Width Blade (8GB DIMMs) Mit HP BL490C Half Height Blades: 144 GB mit 8 GB DIMMs, 192 GB mit 16 GB DIMMs Mit HP BL685c (AMD) Blades: 256 GB
Betriebssystem-Support für Management-Software Kein separater Management-Server erforderlich. Windows Server® 2008 SP2/R2, Windows Server® 2003 SP2/R2
Datenbank-Support für Management-Software Nicht erforderlich. Microsoft SQL Server 2008 SP1, Microsoft SQL Server 2005 SP3, Microsoft SQL Server Express Edition (nur bis 500 Systeme und 5000 Events und keine Fernwartung)
Browser-Support für Management-Software Internet Explorer ab 5.0; Mozilla Firefox ab 3.0 Internet Explorer 7 oder 8 oder Firefox 3.x (mit Einschränkungen)
Runtime-Environment für Management-Software Sun JRE ab 1.6 Nicht erforderlich.
Zusätzliche Software-Voraussetzungen für Management-Software keine .NET 1.1 Framework, .NET 2.0 SP1 Framework, .NET 3.0 Framework, .NET 3.5 SP1 Framework, AP .Net Service, Adobe Acrobat Reader, Adobe Flash Player Version 9 oder 10, MS iSCSI Software Initiator, SNMP, TCP/IP mit installiertem DNS, Windows Automated Installation KIT (WAIK) Version 1.1; Windows Server 2003/2008
Hypervisor-Support Unterstützt jeden X86-basierten Hypervisor. Besondere Vorteile aus der engen Integration von vSphere. VMware ESX Server 3.5.0 Update 4 oder 5; VMware ESX Server 4.0 & Update 1; VMware ESXi; Citrix XenServer 5.5; Windows Server 2008 Hyper-V SP2/R2; Xen auf RHEL; Xen auf SLES
Betriebssystem-Support (Server) Windows Server 2003 R2, 32 bit, 64 bit, Windows 7 mit Hyper-V, 64 bit, Windows Server 2008 mit Hyper-V, Standard und Enterprise Edition, 64 bit; VMware ESX 3.5 U4, VMware vSphere 4, 4 U1, 4i, 4i U1; o RedHat RHEL 5.3, 64 bit, RHEL 5.4 KVM, 64 bit, RHEL 6 KVM, 64 bit, RedHat Rhat 4.8, 64 bit, und Fedora; Novell SLES 10 SP3, 64 bit, SLES 11, 64 bit, SLES 11 SP1 XEN, aSLES 11 XEN , 64 bit; Solaris x86 10.x, 64 bit; Oracle OVM 2.1.2, 2.2; Oracle Enterprise Linux; XenServer Citrix Windows Server® 2008/2003. Microsoft Windows Vista; Red Hat Enterprise Linux 4.8 Update 7: 32 bit Update 7: AMD64 und Intel® EM64T; Red Hat Enterprise Linux 5.4 Update 3: 32 bit Update 3: AMD64 und Intel® EM64T; SUSE Linux Enterprise Server 10 SP3 & SLES 11
Distributed Virtual Switch Support VMware vSphere vDS; Cisco Nexus 1000V Keine, nur Standard VMware vSwitch
Betriebssystem-Support (VDI) Alle Keine
VMware vCenter Integration Ja Eingeschränkt
Drittanbieter-Entwicklung XML-basierte API Keine
QOS Ja Nein
V2P Möglichkeiten Nein, nur in Verbindung mit bestimmten Speicheranbietern. Ja
Switch Effizienz Ein Satz Top Rack Switches managed bis zu 14 Chassis (künftig wohl 40). Jedes Rack benötigt einen Satz Top Rack Switches.
Mindestanzahl Kabel pro Chassis (inkl. FC und Redundanz) 2 6
Höchstzahl Kabel pro Chassis (inkl. FC & Redundanz) 8 34
FCoE Ja eingeschränkt, nur mit FlexFabric Chassis
Komplexität und Einfachheit der Einführung Sehr schnell in Betrieb zu nehmen. Die Erstellung und Feineinstellung von Serviceprofilen und Vorlagen zur optimierung der virtuellen Infrastruktur brauchen ihre Zeit. Unter anderen ist die Tammit.com für die Einführung von UCS-Systemen zertifiziert; Administratoren können sich selbst fortbilden. Ein 60-Stunden vor-Ort-Einsatz des HP Implementation Service ist zwingend erforderlich, kein Systempartner-Einsatz. Kunden können keine Upgrades von Software oder Firmware machen, ohne die im HP-Support unterstützte Konfiguration zu verlassen.
Einfachheit im Support Kunden können ihre eigenen Patches ergänzen und die Lösung nach Bedarf anpassen. Tritt ein Fehler in einem beliebigen Teil des Systems auf, darf der Kunde keine Updates installieren, bis das Gesamtsystem erneut getestet und zertifiziert wurde.
Hersteller-Support 3 Jahre 3 Jahre